Der Zeitschlüssel

Bei XDR5 geht es um Räume. Der Zeitschlüssel ist das, was daneben steht: die Zeit. Er sagt, wie lange eine Bank-ID gilt, ohne dass jemand vorbeischaut — und er ist für alle gleich, weil er sich aus allen ergibt.

Gerade gültig — so viele Tage werden einer Bank-ID gutgeschrieben, wenn sie jetzt vorbeischaut:

19,8 Tage

aus 270 Bewegungen der letzten 30 Tage auf 8 zählende Bank-IDs.

Der Verlauf

106 Stunden, stündlich aufgezeichnet · tief 19,8 · hoch 56,2 · zuletzt 19,8 Tage (die gestrichelte Linie). Der Ausschnitt liegt eng um die Werte, nicht bei null — sonst wäre die Linie gerade.

Ein Konto, keine Frist

Früher hatte jede Bank-ID dieselben 30 Tage. Heute hat sie ein Zeitkonto:

verbleibende Tage
   = die beim letzten Besuch gutgeschriebene Decke
   − die seither vergangenen Tage

Jeder Tag ohne Lebenszeichen kostet einen Tag. Wer vorbeischaut, bekommt aufgefüllt — so weit, wie der Zeitschlüssel gerade reicht. Läuft das Konto leer, kann die ID über den Aufräumen-Knopf auf der ID-Liste gelöscht werden; ihre TRYX wandern zurück in die Ursuppe.

Warum er sich bewegt

Mehr Bewegung = mehr Zeit

Jede Prägung im System hebt ihn. Wenn viel geschieht, ist das Universum lebendig — und Lebendiges darf länger stehen bleiben.

Mehr IDs = weniger Zeit

Jede zählende Bank-ID senkt ihn. Bank-IDs sind frei und beliebig oft zu haben; die Zeit ist das Einzige, was sie kosten.

Beides ist ein Bruch: Bewegung geteilt durch Bank-IDs. Wer den Schlüssel drücken will, indem er IDs anlegt, muss sich dafür bewegen — und Bewegung hebt ihn wieder an. Der Versuch frisst sich selbst.

Gerechnet mit dem heutigen Betrieb (270 Bewegungen), wenn sich nur die Zahl der Bank-IDs ändert:

zählende Bank-IDs Zeitschlüssel
8 (heute) Schlüssel19,8 Tage
16 Schlüssel15,8 Tage
25 Schlüssel13,6 Tage
67 Schlüssel10,0 Tage
150 Schlüssel8,4 Tage

Und andersherum: Wächst mit den IDs auch die Bewegung, bleibt der Schlüssel, wo er ist. Wachstum an sich bestraft niemanden — nur Wachstum ohne Bewegung.

Was dich schützt

Ein Besuch nimmt dir nie Zeit weg

Gutgeschrieben wird immer das Höhere von beidem: was noch auf deinem Konto war, oder was der Zeitschlüssel gerade hergibt. Steht er tief und du kommst vorbei, behältst du, was du hattest. Ein System, in dem Erscheinen schaden kann, erzöge zum Wegbleiben — und Wegbleiben ist genau das, was hier zählt.

Ein Boden, den niemand unterschreitet

Der Schlüssel fällt nie unter 7 Tage und steigt nie über 30 — nicht durch eine Schranke, sondern weil die Kurve dort hinläuft, ohne anzukommen. Egal, was alle anderen tun: So viel bekommst du mindestens.

Neue IDs zählen nicht sofort

Eine frisch angelegte Bank-ID zählt erst nach 7 Tagen mit. Wer hundert IDs anlegt, um den Schlüssel zu drücken, sieht eine Woche lang nichts geschehen — und alle anderen sehen ihm dabei zu.

Lieber keine Zahl als eine erfundene

Der Schlüssel wird aus zwei Zählungen gebildet: der Bewegung aus dem KINISI-Register und der Zahl der Bank-IDs von der Karte. Ist eine davon unvollständig — und sei es eine einzige unlesbare Zeile —, wird kein Wert ausgewiesen, sondern die alten 30 Tage gutgeschrieben.

Das ist keine Vorsicht, sondern Arithmetik: Eine fehlende Messung als „null Bewegung“ auszugeben, hieße den Schlüssel auf den Boden zu drücken — und das ist, angewendet, ein Löschbefehl.

Wo du ihn siehst

Auf der ID-Liste steht er über der Tabelle, und daneben bei jeder ID, wie viele Tage ihr davon noch bleiben. Als Kurve läuft er bei KINISI neben dem Kurs — zwei Linien in einem Bild, weil beide an derselben Bewegung hängen: Der Kurs misst, was getan wird, der Zeitschlüssel, wie viel Zeit das allen bringt.

Der Verlauf wird stündlich fortgeschrieben. Steht dort noch keine Linie, sind schlicht noch nicht genug Punkte aufgezeichnet.

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